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Risikomanagement

Stop-Loss richtig setzen: vier Methoden im Vergleich

Prozent-Stop, ATR-Stop, Chart-Stop und Zeit-Stop im Vergleich, was ein Break-even-Stop an den Ergebnissen ändert und welche Fehler aus einem Stop einen sicheren Verlust machen.

Aktualisiert 2026-09-25 · 2 Min. Lesezeit · Kairon AI Research

Ein Stop-Loss hat genau eine Aufgabe: den Trade dort zu beenden, wo dein Grund für den Kauf nicht mehr gilt. Zu eng gesetzt, stoppt dich das normale Rauschen aus. Zu weit gesetzt, wird aus einem kleinen Fehler ein großer.

1. Prozent-Stop

Verkauf, wenn der Kurs einen festen Prozentsatz unter den Einstieg fällt, etwa 7 %. Einfach und gut testbar, aber blind für die Aktie: 7 % sind bei einem Versorger viel und bei einem Biotech-Nebenwert fast nichts.

2. Volatilitäts-Stop (ATR)

Stop mit einem Vielfachen der durchschnittlichen Tagesspanne (ATR) Abstand, zum Beispiel 2 × ATR. Passt sich an jede Aktie an, sagt aber nichts darüber, wo die These kippt. Gut als Untergrenze: Ein Stop innerhalb einer ATR ist meistens nur Rauschen.

3. Chart-Stop (Unterstützung und Widerstand)

Stop knapp jenseits der Marke, die dich widerlegen würde: unter dem letzten Tief oder der Unterstützungszone bei Long, über dem Widerstand bei Short. Verbindet den Ausstieg mit der Idee. Offensichtliche Marken ziehen allerdings viele Stops an, deshalb etwas Puffer lassen. Meist die beste Hauptmethode, mit ATR als Kontrolle.

4. Zeit-Stop

Ausstieg, wenn der Trade nach einer festen Zeit nicht aufgegangen ist. Setzt Kapital frei und zwingt zur Überprüfung. Systematische Track Records, auch unserer, nutzen immer eine maximale Haltedauer, sonst ließe sich nichts bewerten.

Break-even-Stop: kleine Regel, große Wirkung

Der Stop wird auf den Einstieg gezogen, sobald der Trade eine bestimmte Strecke im Plus ist. In der Kairon-Bewertung liegt diese Schwelle bei 50 % der Strecke zum Kursziel. Folgen:

  • weniger volle Verluste,
  • mehr neutrale Ausgänge,
  • manche Gewinner werden zu früh beendet.

Ob sich das lohnt, zeigt nur ein Test auf Daten, auf denen die Regeln nicht eingestellt wurden. Siehe Backtest-Fallen.

Fehler, die Stops wertlos machen

Den Stop weiter weg schieben. Die teuerste Angewohnheit beim Trading.

Stop ohne passende Größe. Ein guter Stop mit zu großer Position bleibt ein großer Verlust. Größe mit dem Positionsgrößen-Rechner bestimmen.

Den Stop für eine Garantie halten. Kurslücken über Nacht oder nach Zahlen können weit unter dem Stop ausführen.

Runde Zahlen. Bei 50,00 € liegen alle Stops. 49,40 € unter einer 50-€-Zone ist meist besser.

Eine praktische Kombination

  1. Marke finden, die die Idee widerlegt (Chart).
  2. Prüfen, dass sie mindestens 1 bis 1,5 ATR entfernt ist (Volatilität).
  3. Maximale Haltedauer festlegen (Zeit).
  4. Entscheiden, ob und ab wann der Stop auf Break-even geht.
  5. Positionsgröße aus dem Abstand berechnen.
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Dieser Ratgeber dient der Bildung und ist keine Anlageberatung.

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